Wenn man mit gebrochenem Bein zu Hause sitzt und keine Lust hat, seine Doktorarbeit zu schreiben, dann ist ein bisschen Handarbeit eine willkommene Ablenkung, liebe LeserInnen. Mein liebes Schwesterlein hat einen riesigen Berg Kleidung aussortiert, der mich dazu inspiriert hat, ein paar Teile davon umzuwandeln. Heute nennt man das ja upcycling. Lesen Sie also im Folgenden wie ich aus einem riesigen Pullover und einem einfachen Shirt, eine geräumige Tasche machte ohne zu nähen:

Das brauchte ich dafür: Einen XXL-Pulli, ein T-shirt, eine Schere

1. Vom Pulli habe ich die Arme, die Kapuze und den unteren Saum abgeschnitten.

2. Aus dem T-Shirt habe ich „Shirt-Garn“ her gestellt. Wie das geht, sehen Sie hier:

3. Beim beschnittenen Pulli, der nun eher aussah wie ein Tank-Top habe ich unten ca. 6 cm lange und 1 cm breite Streifen eingeschnitten. Dann wird das Ganze auf links gedreht.

4. Nun wird geknotet: Immer den Streifen einer Seite mit dem gegenüberliegenden verbinden. Ich empfehle Doppelknoten, damit nicht unverhofft alles unten aus der Tasche fällt. Dann wendet man das ganze wieder und wer es eilig hat, hat nun schon eine funktionsfähige Tragetasche.

5. Ungefähr ab diesem Zeitpunkt habe ich auch angefangen munter zu improvisieren, weshalb leider ab hier die Anleitung deutlich ungenauer werden wird… Für die Verzierung vorne habe ich zunächst eine Technik angewendet die auf dem Blog Buntefreunde schön beschrieben ist.

6. Dann habe ich das rote T-Shirt-Garn unten zu beiden Seiten der Flechtung in der festgeknotet, sodass ich jeweils einen doppelten Strang zur Verfügung hatte. Diesen habe ich durch die Flechtung verbliebenen Schlitze genüpft, indem ich den doppelten Strang in einer Schlaufe durch zwei Schlitze gefädelt und dann durch die Schlaufe wiederum eine Schlaufe von oben geführt habe… Oben angekommen kann man dann einfach das Ganze verknoten oder auch festnähen. Bei den Verziehtungen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, man kann sich vom T-shirt-Weaving inspirieren lassen oder einfach Patches auf die Tasche nähen...

7. Die Henkel habe ich schließlich einfach mit noch etwas Garn umwickelt - und fertig ist die Einkaufstasche:

Ich bin recht zufrieden mit dem Produkt meines spontanen DIY-Anfalls. Was meinen Sie? Mit wenig Aufwand kann man so in kurzer Zeit einem alten Oberteil ein zweites Leben einhauchen.

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Kommentare

Tolle Idee! Gefällt mir richtig gut!
geschrieben am Fri, 09 Jun 2017 09:42:49 von Katrin

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