Sommerzeit ist Reisezeit, liebe LeserInnen! Haben Sie schon ihren Urlaub gebucht? Egal ob Sie sich in Rimini grillen lassen oder auf beruflicher Fahrt öfter mal unterwegs sind (wie meine Wenigkeit) – hier habe ich einige nützliche Tipps von gestern und heute rund ums verreisen gesammelt, die Ihnen so manchen Stress ersparen.

1. Gepäckstücke

„Früher galt es als schick mit möglichst vielen Gepäckstücken zu verreisen. […] Heute haben Autos und Flugzeuge unsere Lebensgewohnheiten gründlich reformiert. Ganz abgesehen davon, haben vor allen Dingen die Frauen in den Kriegs- und ersten Nachkriegsjahren gelernt, daß man mit wenigen Dingen, wenn sie richtig gewählt sind, gut auskommt. Die moderne Frau reist mit leichtem Gepäck und hat trotzdem alles dabei, was sie braucht.“ (L. Aureden: Schön sein und schön bleiben)

Ich persönlich habe meistens zwei Gepäckstücke dabei: eine Reise-„Hand“-Tasche in Form eines geräumigen Shoppers, die gewissermaßen das Handgepäck darstellt. Hier finden sich Portemonnaie, eine kleine Schminktasche, Verpflegung, Reiselektüre, Mobiltelefon und sogar ein Tablet-Computer - alles was man eben schon beim Reisen benötigt.

Und dann ist ein Koffer dabei der ganz nach Reiselänge größer oder kleiner ist, aber eben wirklich nur einer. Ich habe eine mittelgroße Reisetasche mit Rollen, die mich schon seit Jahren überall hin begleitet. Sie hat wenig Eigengewicht, passt auf Gepäckablagen, hinter und unter Sitze und dennoch bietet sie mehr Stauraum als man denken könnte. Zu große Koffer sind gerade auf Zugfahrten eher unpraktisch, denn sie sind im Abteil schwierig zu navigieren und stehen - gerade wenn der Zug voll ist - gerne im Weg.

2. Planen

Wie sieht es bei Ihnen aus, liebe LeserInnen? Packen Sie gerne? Ich für meinen Teil hasse Koffer packen. Egal ob ein oder aus. Was mir aber meistens Motivation und auch etwas Freude bereitet ist folgendes: eine Packliste mit allen Dingen die mit kommen sollen und das Zusammenstellen einer Reisegarderobe, bei der alles zusammenpasst und für alle Urlaubsaktivitäten etwas dabei ist.

Meistens lege ich vorher eine bestimmte Zahl für die Kleidungsstücke fest, an die ich mich diszipliniert halte – ähnlich wie bei meinen „Weniger ist mehr“-Projekten.

Für zwei bis drei Wochen beispielsweise reichen ca. 10 Teile völlig aus, hinzu kommt Nacht- und Unterwäsche und Bade- oder Sportkleidung. Denken Sie daran: Weniger ist aus vielerlei Gründen mehr: Wer braucht schließlich im Urlaub die Qual der Wahl vorm prall gefüllten Kleiderschrank, die oft eher stresst als Spaß macht?

Die flexible Reisegarderobe sollte vielseitig, leicht zu reinigen, möglichst knitterfrei sein und nicht allzu viel wiegen. Lesen Sie hier, was Frau Aureden 1958 für drei Wochen Strandurlaub empfiehlt:

"1x elegante Schuhe, 1x Sandaletten 3x leichte Tageskleider, z.B. im Hemdblusenschnitt, 1x elegantes Kleid mit Jäckchen oder Cape. 2x Sportdress, 1x Caprihose, 1x Pullover, 2x Pyjamas aus Perlon, 1x Morgenrock aus knitterfreiem leichtem Stoff, der auch am Strand getragen werden kann, 1x Pantoffeln aus Schaumstoff"

Was ich noch ergänzen würde: 1x Badeanzug oder Bikini, 1x elegante, kleine Handtasche, 1x großes Tuch: als Handtuch, Lacken, leichte Decke, für auf den Kopf, um die Schultern, als Rock oder Kleid am Strand, als Sonnenseegel oder Vorhang…

3. Und wie bekommt man das alles in den Koffer?

Sicher entwickelt jeder seine eigene Technik beim Packen und natürlich kommt es auch immer auf den Koffer an. Ich packe meine Kleidung gern nach Form sortiert in alte Plastiktüten, also alle Kleider zusammen, alle Oberteile, Röcke etc. Das hat den Vorteil, dass man erstens nicht ewig Sucht, wenn man etwas bestimmtes aus dem Koffer braucht und vor allem darf auch mal etwas auslaufen, ohne das das am Urlaubsort erstmal einen Waschtag zur Folge hat. Strümpfe und Socken überleben die Reise gut in meiner wunderbaren alten Strumpftasche, wo sie einzeln einsortiert und sicher aufbewahrt werden können.

Alternativ ist das Packen in Schichten sinnvoll, das heißt sie beginnen unten im Koffer mit den Schuhen, die Sie übrigens auch mit Socken auszustopfen können. Legen Sie den Boden weiter mit gerollten T-Shirts und Kleidern aus, die in dieser Form wenig Platz einnehmen und weniger knittern. Darüber kommt eine flache Schicht Hosen oder Handtücher und so weiter…

Gut erklärt ist das übrigens in dem Buch „Auf alles Vorbereitet – Wie ein Haargummi jede Reise rettet und 299 andere unentbehrliche Tipps und Kniffe“, welches dieses Jahr im Dumont-Verlag erschienen ist und voller schlauer Lösungen für den perfekten Sommer-Urlaub steckt.

Doch natürlich ist mit der Urlaubsgarderobe noch lange nicht alles für eine gelungene Reise zusammengetragen. Was in Madames Necessaire kommt und was sonst noch so nützlich ist, lesen Sie nächste Woche hier im Salon.

Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Kommentar hinzufügen