Liebe LeserInnen, ist das bei Ihnen auch so? Vor einer langen Zugfahrt, gönne ich mir gern einen Kaffee-To-Go, besorge mit ein belegtes Brötchen oder einen Früchtequark – wie schnell wird man vom üppigen To-Go-Angebot in den Bahnhöfen und Flughäfen von heute verführt... Und irgendwie gehört das „Reisepicknick“ ja auch ein bisschen dazu, denn Genuss und Entspannung gehen - für mich jedenfalls - Hand in Hand ;-) Außerdem sollte möglichst niemand meine hungerbedingte schlechte Laune aushalten müssen...

In den 50er Jahren gab es die To-Go-Kultur noch nicht in so extremer Form, wie heute, obwohl natürlich auch damals Imbiss-Buden existierten. Mein Eindruck von Erzählungen und Lektüre ist aber, dass man im Alltag weniger Snacks für Unterwegs hatte oder benötigte, denn Hausfrauen und Kantinen versorgten Kinder und die Arbeitenden mittags, und morgens und abends aß man ohnehin gemeinsam im familiären Kreis. Womöglich ist es auch deshalb so schwierig Hinweise auf Unterwegs-Verpflegung dieser Zeit zu finden. Zum Campen hingegen gibt es deutlich mehr Literatur, sogar ganze Ratgeber, die allerdings zeigen, dass man eher Ausrüstung mitnahm, mit der man vor Ort frisch oder aus der Konserve kochte.

Heute ist die Welt mobiler und schnelllebiger geworden so passen wir unsere Essgewohnheiten – nicht unbedingt zu unserem Vorteil - diesen Voraussetzungen an. Ganz nebenbei poduziert man mit dem bequemen Speisen unterwegs auch einen ordentlichen Haufen Müll. Die folgenden fünf Dinge kennen Sie alle und haben Sie wahrscheinlich zu Hause. Auch unsere Großeltern wussten Sie schon zu nutzen. Sie erweisen sich als praktisch für eine gesamte Reise, und nicht nur die Fahrt. Am Zielort kann man mit einem selbstgemachten Picknick etwas Geld sparen und ist unabhängiger von Öffnungszeiten und der lokalen Infrastruktur.

1. Kaffeebecher - Im Urlaub ist es sowieso schöner, sich einfach niederzulassen und den Kaffee an Ort und Stelle zu genießen. Trotzdem möchte ich mein Exemplar auf Reisen nicht missen und gegen das Auffüllen eines wiederverwendbaren Kaffeebechers wird heute kaum ein Imbiss etwas einwenden.

2. Wasserflasche – Dazu gibt freilich nicht viel und doch eine Menge zu sagen... Ich persönlich nehme gern leere Mate-Tee-Flaschen aus Glas und fülle sie mir immer wieder mit Wasser aus dem Hahn auf.

3. Lunchbox – ob Tupper oder Edelstahl, mit Stulle oder Sushi - die Lunchbox ist immer wieder mit frischen Köstlichkeiten auffüllbar. Ein leeres Marmeladen- oder Gurkenglas zum verschrauben ist prima für Couscous oder Reste vom Vortag.

4. Reisebesteck – Als ich meins von meiner Frau Mama geschenkt bekam, fragte ich mich erst: wann werde ich das jemals brauchen? Nun ist es mein ständiger Begleiter – nie wieder abgebrochenes Plastikbesteck im Salat…

5. Jutebeutel - weil es einfach immer gut ist, eine zusätzliche Tragetasche dabei zu haben – z.B. beim Souvenir-Kauf oder als Platzdäckchen.

Natürlich schleppe auch ich nicht immer alles davon herum. Je nachdem wo man ist und was man vor hat, können diese Helferlein sich dennoch immer wieder als nützlich erweisen. Gerade wenn man länger unterwegs ist und die örtlichen Gegebenheiten nicht kennt reist man einfach entspannter, wenn der Magen nicht knurrt. Meine liebsten Notfall-Snacks sind übrigens Bananen oder Studentenfutter.

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